Warum finde ich Goldmännchen-TEE nicht mehr bei meinem Händler und/oder Markendiscounter

Ein paar Mal habe ich bereits über das Verhältnis eines mittelständischen Familienbetriebs zum Lebensmitteleinzelhandel (LEH) geschrieben. Also über die Möglichkeit, seine mit Mühe und Herzblut hergestellten Produkte zu Ihnen, unseren eigentlichen Kunden, zu bringen. Wir haben uns immer besondere Mühe gegeben, haben hochwertige Qualität eingekauft und mit Sorgfalt zu Mischungen verarbeitet und hoffentlich immer zu Ihrer Zufriedenheit auf Ihren Geschmack abgestimmt. Dabei haben wir versucht unsere Tees zu einem fairen Preis zu verkaufen und nicht zu Phantasiepreisen, in denen riesige Werbebudgets und auch Listungsgebühren für den LEH eingerechnet waren. Leider sind wir dabei seitens des LEH Jahr für Jahr unter Druck geraten, denn es wurden ständig neue und höhere Förderungen gestellt, die wir erfüllen mußten, wenn wir nicht ausgelistet werden wollten. Inzwischen haben wir einen Punkt erreicht, von dem aus wir Preise nicht mehr weiter reduzieren können. Die prompte Folge: Netto und Globus führen unseren Goldmännchen-TEE nicht mehr. Bei Penny konnten wir zum Glück eine zeitlich begrenzte Aktion im Januar 2012 erhalten - bitte nutzen Sie diese reichlich um sich zu bevorraten.
Für uns ist das eine Frage des Überlebens, daß wir faire Preise bekommen und von Verlusten können wir keine Qualität einkaufen, keine Mitarbeiter bezahlen, keine Produkte entwickeln. Unseren Fenchel-Anis-Kümmel und unseren Thüringer 9-Kräuter fertigen wir seit Jahrzehnten mit viel Liebe und wir glauben, er schmeckt besser als die teureren Nachmacherprodukte, die uns jetzt in den Regalen von Vollsortimentern und Markendiscountern ersetzen. Da wir aber unsere Kostensteigerungen nicht weitergeben konnten und unsere Entscheidungen aufgrund der Wirtschaftlichkeit treffen müssen, können wir nur noch an Sie draußen appellieren:
Bleiben Sie uns treu! Kaufen Sie weiterhin das Original! Suchen Sie nach Goldmännchen-TEE, sie werden ihn finden, im Zweifelsfall in unserem Internetshop unter: www.shop.goldmaennchen-tee.de.

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So ein Teeater

Stellen Sie sich vor, Ihr Nachwuchs sitzt in einer Mathematik-Klausur, bekommt besonders schwere Aufgaben, weil Leistungskurs, hat einen Taschenrechner auf dem Tisch liegen, den er nicht benutzt, obwohl er es dürfte, und bekommt deshalb drei Noten abgezogen.

Sicher wären Sie, ums vorsichtig auszudrücken, etwas irritiert. Genauso geht es uns. Wenn die Zeitschrift „Ökotest“ Teeprodukte unter die Lupe nimmt, sind wir ähnlich diesem Schüler, der gut vorbereitet seinen Test schreibt. Sicher – man erreicht im Test nicht automatisch immer die Bestnote, aber die eigene Sicherheit, mit einem Top-Produkt am Start zu sein, gibt ein gutes Gefühl für die Prüfung. Zudem halfen uns auch manche kleineren konstruktiv-kritischen Anmerkungen, Gutes noch besser zu machen.

Beim jüngsten Ökotest-Bericht unter dem vielsagenden Titel „So ein Teeater“ ging es uns aber ähnlich dem Schüler in der Mathematik-Klausur. In diesem Bericht wurden Babytees unter die Lupe genommen, unter anderem auch unser H&S Bio Kinder Fencheltee. Eigentlich mit „sehr gut“ bewertet, erfuhr der Tee, von dessen hoher Qualität wir absolut überzeugt sind, zwei Abwertungen.

Zum einen wurden gleich zwei Noten abgezogen, weil man einen „erhöhten Gehalt an Mineralölen“ festzustellen glaubte. Allerdings – so pauschal ist das gar nicht in einem Halbsatz zu sagen. Es gibt die unterschiedlichsten Analyseverfahren, und die normalen unspezifischen Methoden können verschiedene Komponenten der ätherischen Öle der Naturprodukte Fenchel, Anis und Kümmel als Vorkommen von „Mineralölen“ vortäuschen. Fakt ist zudem, daß Ökotest bei den festgestellten „Mineralöl“-Spuren ausschließlich unproblematische langkettige gesättigte Kohlenwasserstoffe feststellte. Toxikologisch problematische kurzkettige und aromatische Kohlenwasserstoffe (was man unter „Mineralöle“ gemeinhin versteht) waren definitiv nicht enthalten. Zudem handelte es sich bei den Analyseergebnissen um so geringe Spuren, daß selbst wenn es gefährdende Verunreinigungen wären, bei einem Baby jegliche Grenzwerte unterschritten blieben, wenn es 2.500 Tassen pro Tag trinken würde – kein realitätsnahes Szenario, trotzdem zwei Noten Abzug.

Aber damit nicht genug. Weil unser Tee als Bio-Tee ausgewiesen ist, darf er natürlich auch keine Pflanzenschutzmittel enthalten. Soll er auch nicht. Tut er auch nicht. Was Ökotest jedoch gefunden haben möchte, sind minimale Spuren an einem Stoff namens Piperonylbutoxid (PBO). Eine Substanz, die definitiv kein Pflanzenschutzmittel („Pestizid“) ist, sondern ein sogenannter Wirkungsverstärker, der extra für den Bioanbau zugelassen ist. Wohl gemerkt - in unseren eigenen Analysen konnten wir von diesem Stoff nichts nachweisen, unser Teelieferant setzt solche Mittel nicht ein, obwohl er es dürfte – und wieder eine Note Abzug.

So kommt es, daß wir auf die Bewertung „ausreichend“ abrutschen, eine Bewertung, die unserer Meinung nach dem hochwertigen Produkt H&S Bio Kinder Fencheltee in keiner Weise gerecht wird. Hier wurde offensichtlich unter alarmistischen Sensationsgesichtspunkten etwas reißerisch, pseudokritisch, aber journalistisch wie wissenschaftlich ungenau Theaterblut verspritzt. Unter diesem Gesichtspunkt gewinnt die Überschrift „So ein Teeater“ eine ganz neue Bedeutung.

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Tee, ein sicheres Lebensmittel ?

Um es vorweg zu sagen: Ja, Tee ist ein sicheres Lebensmittel. Trotzdem haben wir das Problem der EHEC-Keime auf Sprossen sehr genau verfolgt, denn auch wir haben Tees im Programm, die Sprossen enthalten, wenn auch keine aus Ägypten.
Also brauchen Sie keine Bedenken haben.

Trotzdem möchte ich die EHEC-Problematik aufgreifen, um zu sensibilisieren. Genau wie Obst, Gemüse, Feldfrüchte ist Tee ein Naturprodukt, und auch auf getrockneten Pflanzen können ganz natürlich Keime vorkommen. Dies ist beim Tee kein Problem, denn beim Aufguß werden alle Keime zuverlässig abgetötet, weil eine Temperatur von >80° und eine Einwirkungszeit von einigen Minuten gegeben ist.
Allerdings gibt es offenbar tatsächlich einzelne Verbraucher, die gar keinen Kochaufguß mehr durchführen, sondern Tee mit kühlerem Wasser zubereiten oder das Wasser bloß kurz in der Mikrowelle erwärmen. Eigentlich darf das nicht wahr sein , denn was da herauskommt, kann eigentlich gar nicht schmecken und unsere ganze Mühe ist umsonst. Doch einmal davon abgesehen, daß es mir als Teeliebhaber dabei graust – wegen dieses Fehlgebrauchs sind wir gezwungen, auf Teepackungen einen „Sicherheitshinweis“ mit folgendem Wortlaut aufzudrucken:
“Immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen und gemäß Zubereitungsempfehlung ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.”
Also – nehmen Sie sich die Zeit, lassen Sie den Tee zur Entfaltung kommen, genießen sie den vollen Geschmack und seien sie gleichzeitig auf der völlig sicheren Seite.
Man sieht, wie schnell man in Schwierigkeiten kommen kann, obwohl man doch das sicherste und schönste Lebensmittel überhaupt herstellt (finde jedenfalls ich).

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Kreditkartendaten

Schon wieder ein Datenskandal, und größer als alle bisherigen: Millionen Nutzerdaten und Kreditkarteninformationen wurden vom Spieleanbieter Sony gehackt. Natürlich ist es leichter, ein so großes und unübersichtliches System anzugreifen, wie es Millionen Benutzer erfordern.

Trotzdem stellt man sich als Betreiber eines Internetshops sofort die Frage, wie es im eigenen Haus aussieht. Natürlich handeln wir nicht mit den Daten unserer Kunden, tauschen sie nicht, verkaufen sie nicht und hüten sie bestmöglich. Aber ist man wirklich gefeit vor den Internetkriminellen?

Wichtig war uns beim Aufbau unseres Shops, daß wir nicht selbst Kreditkartenabrechnungen vornehmen. Wir kennen die Kreditkartendaten unserer Kunden nicht, haben sie daher auch nicht abgespeichert und sie können somit bei uns auch nicht „gehackt“ werden.
Der Nachteil und die Unbequemlichkeit daran ist, daß wir uns eines Dienstleisters bedienen müssen, bei uns derzeit PayPal. Kunden, die dort bereits registriert sind, können bei uns zwar ohne zusätzliches Datenrisiko einkaufen, aber Kunden ohne PayPal Konto tun sich mit ihrer Kreditkarte schwer. Der dritte Nachteil: PayPal verlangt ganz anständig Gebühren, die wir zu bezahlen haben.

Dennoch haben wir uns für diesen Weg entschieden. Eigentlich beweist der aktuelle Fall, daß es richtig so ist. Ich hoffe, Sie sehen es auch so und schenken uns Ihr Vertrauen.

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Zur Katastrophe in Japan

Mir geht es hier nicht anders als Ihnen. Man ist einfach fassungslos angesichts der elementaren Gewalt, mit der die Naturkräfte ein hochzivilisiertes, hochentwickeltes Land, wahrscheinlich das geordnetste Gemeinwesen überhaupt, ins unkontrollierbare Chaos stürzen können. Wie tragisch für ein Volk, daß so auf Ordnung und geregelte Rituale baut und vertraut.

Zum menschlichen Leid, und zur Zerstörung kommt nun noch ein weiterer wirtschaftlicher Schaden auf die armen Menschen zu: Der Austritt von Radioaktivität aus den havarierten Meilern wird dazu führen, daß die japanischen Lebensmittelexporte einbrechen werden. Allein schon aus der unbestimmten Angst heraus werden viele Verbraucher die Produkte meiden und dadurch auch denen eine Existenzgrundlage entziehen, die von der Katastrophe gar nicht direkt betroffen sind. Das ist besonders bitter und trotzdem unabänderlich.

Unser Unternehmen wird hier nicht auf die Probe gestellt, denn wir haben seit einigen Jahren keine japanischen Grüntees mehr im Programm. Ich muß mir nicht die Frage stellen, wie zu reagieren ist und dennoch bleibt das flaue Gefühl zurück, daß man es gar nicht richtig machen kann.

Denken Sie dran, wenn Sie bislang japanische Produkte verzehrt haben: Unsere Behörden achten auf strenge Einfuhrkontrollen und ich glaube nicht, daß durch dieses engmaschiges Netz ein solches belastetes Produkt schlüpfen wird. Kein Hersteller wird sorglos mit dieser Frage umgehen, so wie wir es auch nicht täten.

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Ein mittelständisches Familienunternehmen und der Lebensmittelhandel

Oft werden wir gefragt, wo man unsere Produkte im Handel kaufen kann. Zwar bieten wir die komplette Bandbreite unserer Tees auch in unserem Online-Shop an, denn wir sind auf jeden einzelnen stolz und von jedem überzeugt. Doch natürlich wissen wir, daß nicht jeder online bestellen kann oder dies möchte.

Deshalb sehen wir unseren Shop nur als eine Abrundung unserer Bemühungen, für Sie in den Geschäften präsent zu sein, in denen Sie gerne einkaufen. Leider bieten die Regale der Handelsketten, wo wir möglichst viele unserer “Kinder” präsentieren möchten, nur begrenzte Fläche. Folglich treffen die Einkäufer aus dem Angebot eine bedauerlich kleine Auswahl. Und immer verbunden mit dem Risiko, bei zu geringer Nachfrage sehr schnell wieder aus den Regalen zu verschwinden.

Das ist alles noch normal und jeder Hersteller muß damit leben. Doch der Titel dieses Eintrags sagt schon etwas aus, was uns von vielen Herstellern unterscheidet: Wir sind keiner der großen Teemarken, sondern ein echter kleiner Mittelständler. Mit Liebe zum Produkt - aber eben klein, und daher als Spielball der Einkaufsmacht der großen Handelsketten ausgeliefert.

In den letzten 20-30 Jahren sind von Dutzenden selbständig agierenden Supermarktketten nur eine Handvoll übrig geblieben. Die kleineren wurden von den größeren geschluckt, zerlegt oder ausgeschlachtet. Man sollte sich nicht täuschen lassen, denn die Namen der Geschäfte blieben oft erhalten. Doch die scheinbare Vielfalt ist keine: Zwei Handvoll Leute entscheiden über das Teesortiment im Lebensmittelhandel.

Der Wegfall eines einzigen Händlers bedeutet also für uns, daß wir Millionen Verbraucher nicht mehr erreichen. Als kleiner Markenhersteller haben wir umgekehrt jedoch kein adäquates Druckmittel gegenüber dem Handel. Und wir haben dabei eine besondere Situation, denn wir haben immer versucht, unsere Produkte zu fairen Preisen abzugeben. Und weil ein Qualitätsprodukt in Beschaffung und Herstellung nun einmal gleich viel kostet, ob es nun von uns ist oder von einer großen Marke, bleibt uns folglich weniger Geld für Werbung, für Marketing, für die Forderungen des Handels.

Diese Forderungen sind letztlich einfach zu formulieren: Von Jahr zu Jahr müssen wir unsere Produkte, bezogen auf die Herstellungskosten, billiger abgeben. Wenn aber alle Einsparpotentiale ausgeschöpft sind, oft mit Maßnahmen, die man als Familienunternehmen nicht gerne ergreift, dann endet man nach 10 oder 15 Jahren in der Verlustzone.

Verschärfend kommt der Preiskampf der wenigen verbliebenen Handelsketten hinzu. Den Verbraucher mag es vielleicht freuen, wenn er Goldmännchen-TEE zu unfaßlichen Aktionspreisen kaufen kann. Leider bezahlen diese Aktionspreise letztlich wir und die Spirale wird durch die optische Fixierung auf Aktionspreise nur beschleunigt.

Am Ende bleibt oft nur noch, die Reißleine zu ziehen, um zu überleben, wenn auch kleiner. Falls Sie also unsere Produkte irgendwann nicht mehr im Regal Ihres Supermarktes finden, dann könnte es daran liegen, daß wir hinausgeworfen wurden oder uns verabschieden mußten. Ich versichere Ihnen, daß dies ein schmerzlicher Schritt ist, den niemand gerne und freiwillig geht. Bitte entschuldigen Sie diese Unannehmlichkeit, die wir nicht umgehen können.

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Nachhaltigkeit – modernes Schlagwort oder Leitbild für die Zukunft

Wer alles nimmt es in den Mund, wer alles schreibt darüber. Politiker, Banker, Konzernlenker, alle bemühen sich redlich und beredt zugleich, die Nachhaltigkeit ihres Tuns ins Blickfeld des allgemeinen Interesses zu rücken, nicht beachtend, dass mit jedem Gebrauch aus oftmals unbefugtem Mund der Begriff sich nach und nach abnützt und zur sinnentleerten Worthülse verkommt. Was meinen beispielsweise diejenigen mit Nachhaltigkeit, die ihre Unternehmen an die Wand fahren, mit dem Hinweis auf Erhalt von Arbeitsplätzen staatliche Unterstützung fordern, sich aber gleichzeitig Abfindungen oder Boni in Millionenhöhe genehmigen. Kein Wunder also, dass der Normalbürger mit dem Begriff Nachhaltigkeit in seiner inflationären Verwendung oft nicht viel anfangen kann bzw. sein Verhältnis zur Nachhaltigkeit sogar nachhaltig gestört ist.
Trotzdem oder gerade deshalb ist das Thema Nachhaltigkeit für uns von der H&S Teegesellschaft ein ganz wichtiges Thema. In Zeiten, in denen sich Lebensmittelkonzerne anschicken, über Nachhaltigkeit zu gackern, die bisher Begriffe wie Ökologie, Bio oder fairer Handel maximal unter Marketinggesichtspunkten behandelt haben, wird es umso wichtiger, diesem Aushöhlungsprozess etwas entgegenzusetzen.
Nachhaltigkeit hat mit Verantwortung zu tun, und zwar mit einer gesamtheitlichen unternehmerischen Verantwortung, für Menschen, für die Umwelt und natürlich auch für unsere Produkte.

Lange, bevor „Fair Trade“ als Organisation ins Leben gerufen wurde, haben wir als Familienunternehmen auf den partnerschaftlichen Umgang mit unseren Lieferanten wert gelegt. Rohstoffe, die mit Hilfe von Kinderarbeit hergestellt wurden, waren schon seit Bestehen unseres Unternehmens für uns tabu. Wir haben immer auf langfristige Geschäftsbeziehungen mit unseren Partnern gesetzt, mit ordentlichen Verträgen, mit fairer Preispolitik bzw. Bezahlung, mit gutem, offenem Umgang, sei es mit Lieferanten, mit den eigenen Mitabeitern oder mit Kunden. Natürlich bleiben dadurch manche Chancen auf hohe Gewinnmargen aus rein unternehmerischer Sicht ungenutzt, aber erst die Zufriedenheit aller am Produkt Beteiligten und die Verantwortung für den Menschen sichern den langfristigen Erfolg eines Unternehmens.

Das Gleiche gilt für die Verantwortung gegenüber der Umwelt. Beispielsweise legen wir im Bereich des H&S Maschinenbaus bei der Auswahl der Materialien und im Energiebereich größten Wert auf ökologische Aspekte. Bei der Produktion der H&S Arzneimitteltees oder beim  Goldmännchen-Tee nützen wir ebenfalls alle Möglichkeiten verantwortungsvollen Handelns, indem wir beispielsweise die Verpackungen so umweltverträglich wie irgend möglich gestalten. Beim Produkt selbst, also bei der Rohware Tee, haben wir bereits frühzeitig auf Bio-Produktion gesetzt und waren mit unseren Bio-Tees schon zu einem Zeitpunkt auf dem Markt, wo Bio noch keine große Rolle in den Köpfen der Verbraucher spielte. Allein unsere eigene Einsicht in die Notwendigkeit solcher Anbauformen und gleichzeitig die partnerschaftliche Beziehung zu Produzenten, die ebenfalls den Wunsch hatten, naturverträglicher zu arbeiten, hat uns dazu bewogen, auch in Bio zu investieren.

Aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten war diese Entscheidung, wenigstens zu diesem frühen Zeitpunkt, eher unvernünftig und bedeutete, einen langen Atem haben zu müssen. Mittlerweile, im Zeitalter der Bio-Welle, reiten dafür viele Mitbewerber auf dieser Welle, nicht frühzeitig, sondern eben rechtzeitig aufgesprungen. Das soll keinesfalls in ein Klagelied ausarten. Es soll lediglich zeigen, wie unterschiedlich die Ansätze doch sein können. Das gilt beispielsweise auch hinsichtlich der Verantwortung gegenüber dem Produkt, der Produktsicherheit, der absoluten Qualität. Die H&S Teegesellschaft hat sich auf die Fahne geschrieben, Spitzenqualität in einem akzeptablen Preis-Leistungsverhältnis zu bieten. Spitzenqualität kann aber nur gewährleistet werden, wenn der Rohstoff, das einzelne, geerntete Teeblatt bereits von allerhöchster Güte ist. Unter dem Gesichtspunkt des nachhaltig fairen Umgangs mit den Teebauern bedeutet das aber wiederum: es hat seinen Preis.

Genauso kosten die enormen Anstrengungen, die im Produktionsprozess unternommen werden, mit einem System an ausgeklügelten Laborkontrollen in allen relevanten Produktionszwischenstufen. Qualitätszertifizierungen bedeuten für uns aber nicht lästige Pflicht, sondern Standortbestimmung über die Richtigkeit unseres Tuns. Kein Wunder, dass die Kriterien bei jeder Zertifizierung nicht nur erfüllt, sondern immer deutlich über das geforderte Maß übererfüllt werden. Bei all diesen Anstrengungen und dem betriebenen Aufwand aber ein Produkt herzustellen und gleichzeitig zu einem erschwinglichen Preis auf dem Markt zu positionieren, bedeutet eines: Maß zu halten, ebenfalls eine Tugend, die zur gesamtunternehmerischen Verantwortung und zur Nachhaltigkeit gehört.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krise besteht eine Chance für echt verstandene Nachhaltigkeit, bedeutet sie doch maßvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen, respektvoller und fairer Umgang mit Menschen und der verantwortungsvolle Umgang mit dem Produkt. Deshalb sollte dieser Begriff nicht als Marketingvehikel, sondern in seiner facettenreichen Aufgabenstellung an gesamtunternehmerische Verantwortung gesehen werden. Nachhaltigkeit ist die Grundlage für Zukunft.

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Goldmännchen Sourcing

“Ethical Sourcing” - auf Deutsch heißt das vielleicht so etwas wie “verantwortungsbewußte Beschaffung”. Unter Ethical Sourcing verstehen wir bei Goldmännchen eben den Einkauf unter ethischen Gesichtspunkten und Wertvorstellungen. Allgemeine ethische Grundsätze in der Unternehmensführung und Beschaffungspolitik haben in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen - eine Entwicklung, die wir auch bei Goldmännchen sehr ernst nehmen. Ethischer Einkauf und Handel bedeutet für uns die Anerkennung unserer Verantwortung für die Einhaltung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und die Wahrung fundamentaler Menschenrechte bei uns selbst wie auch bei jedem Glied unserer Lieferkette. Wir sehen uns in der deutlichen Verantwortung für die Auswirkungen unserer Geschäftspolitik auf die Liefertermine, die Preisbildung, der Auftragsvergabe und -abwicklung und die konkreten Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette. Lies den Rest des Beitrages

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Teatasterin – kein Lehrberuf im klassischen Sinne

Immer wieder werde ich gefragt, ob das, was ich da mache, erlernbar ist, ein Lehrberuf ist. Kurz gesagt – ein Lehrberuf im klassischen Sinne ist es nicht, so mit zwei Jahren Lehrzeit und begleitender Berufsschule. Eher ist es Zufall, oder soll man sagen Schicksal oder gar Bestimmung, dass einem den Einstieg in diesen wundervollen Beruf ermöglicht.

Weil – Teataster ist alles andere als nur ein Job, sondern es ist wirklich ein Beruf, denn – es lebe der kleine Unterschied – in diesem Wort steckt auch Berufung drin. Und eine gewisse Berufung gehört eben dazu, Talent, Geruchs- und Geschmackssinn und natürlich jede Menge Enthusiasmus. Und wie gesagt, ein Quäntchen Glück braucht man auch, denn das teeproduzierende Gewerbe ist nicht gerade ein riesiger Industriezweig, und dann auch noch ein Unternehmen zu finden, das bereit ist, ungefähr 5 bis 10 Jahre in die Ausbildung eines Nachwuchs-Teatasters zu stecken, so etwas kann man nicht planen. Deshalb sind auch die meisten Teataster, die ich kenne, über Umwege zu diesem Beruf gekommen. Der Einstieg läuft dabei oft über die kaufmännische Schiene oder über den Bereich der Qualitätssicherung, wie bei mir persönlich, denn schließlich hat der Teataster auch eine entscheidende Funktion im Bereich des Einkaufs. Da gehört außer einem guten Geschmackssinn eben noch mehr dazu, kalkulatorisches Rechnen, Verhandlungsgeschick, Wissen um die Ware, um Qualitäten, das Aussehen, eben alles, was die spätere Qualität des Tees ausmacht. Ein erfolgreicher Teataster muss das alles mitbringen.
Teataster sind, von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, natürlich auch noch in anderen Bereichen tätig, sei es im Marketing, im Verkauf oder wie bereits erwähnt im Einkauf. Es ist also nicht so, dass wir nur schlürfend und schmatzend im stillen Kämmerlein an neuen Kreationen sitzen oder bestehende Blends auf Qualität überprüfen, sondern Teataster sind Menschen, die täglich dazulernen und sich weltoffen durch das Universum des Tees reisen müssen. Spannend ist es allemal.

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Umgang mit Kundendaten:

Nachdem ich im Februar meine mehr grundsätzlichen Überlegungen zum Thema „gläsernes Unternehmen“ unserem neuen Online-Tagebuch anvertraut hatte und  maximale Transparenz für den Lebensmittelmarkt aber auch für uns selbst gefordert hatte, wurde ich in der Zwischenzeit verschiedentlich darauf angesprochen, wie das denn nun mit dem Blog weitergeht. Lies den Rest des Beitrages

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